Rundwanderweg Hohenwarth

Hohenwarth, Waldviertel, Niederösterreich

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Ich reibe meine verschlafenen Augen. Tatsächlich! In der Nacht hat es zum ersten Mal in diesem Winter, sogar in Wien, leicht geschneit, die Autodächer sind "angezuckert". Nachdem wir ohnehin dem Adventzauber in Eggenburg einen Besuch abstatten möchten, suche ich einmal nach einer passenden Wanderidee.

Im Internet stolpere ich über den 1. Bauernmarkt in Hohenwarth, dem "Tor zum Weinviertel", in der Nähe von Mühlbach, wo wir schon wandern waren. Noch während unserer Einkaufsrunde fängt es relativ heftig zum Schneien an. Weiter geht es zur, über Hohenwarth thronenden, ehemaligen Wehrkirche, dem Hl. Michael geweiht und bereits im 11. Jhdt. erstmals erwähnt wurde. An ihrem Fuße steht die Statue des Hl. Johannes Nepomuk und hier startet der Rundwanderweg. Gleich mal über die Weinviertler Straße und links an der Diwald-Hubertus-Kapelle vorbei.

Bald darauf stehen wir vor einer Weggabelung mit 4 Wegen, jedoch ohne Wanderschild. Also von "gut beschildert" kann hier nicht die Rede sein. Links und rechts gehen asphaltierte Wege weg, in der Mitte zwei Forststraßen. Wobei der dritte von rechts sich anscheinend im Weingarten verläuft, also wählen wir die zwei von rechts und siehe da, wir sind richtig.

Bei einem Haus biegt der Weg nach links und führt entlang von Weingärten gemütlich weiter. Wir passieren die Dunkl-Kapelle, die an einem Weinkeller erinnert und hier seit dem 19. Jahrhundert steht. Nach wie vor begleitet uns leichter Schneefall, der aber die Landschaft in ein friedliches Weiß hüllt.

In der Ferne sehen wir die Kirche von Großriedenthal, biegen beim nächsten Wanderschild nach rechts ab. Folgen wir jetzt eigentlich dem grünen (Wanderer und Radfahrer) oder dem orangenen Weg (nur Wanderer)? Wie gesagt von wirklich gut beschildert sind wir etwas entfernt.

Wir überqueren die L 46, kommen am modernen Weingut Hofbauer-Schmidt vorbei, biegen am Ende nach rechts, laufen entlang einer leeren Pferdekoppel und entscheiden uns instinktiv an deren Ende für links in den Satzgraben. Gerade aus geht es wieder zur L 46. Auch hier steht kein Wegweiser, oder so gut versteckt?

Nun geht es relativ lange gerade aus direkt in ein wunderschönes Waldstück, in dem wir einen Hasen und ein Reh sehen. Leider waren wir mit der Kamera zu spät dran. Es ist so ruhig, so entspannend und angenehm zu gehen.

Am Waldende passieren wir die L 43. Vis-a-vis weist ein orangenes Schild den Weg. Mittlerweile hat der Schneefall aufgehört, dafür ist es eisig kalt. Ich schließe die Jacke. Wir gehen immer dem Weg nach, kommen in ein Waldstück und sehen bei einer freien Fläche bereits die Wehrkirche. Noch ein Stück bergab, dann durch den Ort und über die Kirchenstiege wieder retour zum Ausgangspunkt.

Erst zuhause sehe ich, dass der Weg eigentlich VOR dem letzten Waldstück links gehen würde und so eine schöne Runde dreht, um wieder zum Hl. Nepomuk zu kommen. Auch egal, Taferl war keines mehr sichtbar, die Kirche aber schon. Außerdem wäre der Weg vor dem Wald ohnehin nur ein kaum befahrener Weg durch Felder gewesen. Das wäre heute sowieso eine Gatschpartie geworden, also gar nicht so schlecht unsere "kurze Variante".

Strecke lt. Angabe im Internet: 7,2 km, wir haben auf rund 5 km verkürzt

Höhenmeter lt. Angabe: rd. 80

Start und Ziel: Die Nepomuk-Statue bzw. wenn man mit dem Auto kommt die romanische Pfarrkirche Hohenwarth

Unsere Dauer inkl. Fotos: rund 1 ½ Stunden.

Unsere Wandertipps: Großstadtwanderer

Zusätzliche Hinweise aus unserer Sicht: Am Tag unserer Wanderung nicht immer gut beschildert. Bei Bedarf Verpflegung mitnehmen, jedoch keine Rastmöglichkeiten gefunden.

Wanderung: 205 seit 29.08.2020

Wien, 19.11.2022

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches.

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