Engerlweg

Eggenburg - Engelsdorf

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Regen klopft an die Fensterscheibe, als ich frühmorgens die Augen öffne. Nach meinem ersten Kaffee durchforste ich unzählige Wetterportale und finde immer wieder in Eggenburg, der mittelalterlichen Stadt am Übergang vom Wein- zum Waldviertel wenigstens ein paar trockene Stunden.

Ich werde sentimental. Waren das schöne Zeiten mit unseren CÄSAR-Gruppen bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen, wie den atemberaubenden Mittelalterfesten, den spannenden Rundgängen entlang der Mauern und Zinnen, dem Ostermarkt, dem besinnlichen Adventmarkt oder auch beim Besuch des Krahuletz-Museums oder der Nostalgiewelt Eggenburg. Hoffentlich kommen diese Zeiten bald wieder.

Nun, kaum ist Chef so halbwegs munter und frisch geduscht, sitzen wir schon im Auto. Nach rund 80 Minuten rauschen wir am Parkplatz bei der Stadthalle ein. Auto abgestellt und los zum, nur wenige Meter entfernten Krahuletz-Museum. Hier starten die Wanderwege und noch bin ich unschlüssig, welche Route wir einschlagen werden. Zum Glück gibt es vor Ort auch in einer Schütte Wanderkarten zum Mitnehmen. Wer öfters unsere Berichte liest, weiß, dass wir immer ohne technischen Firlefanz unterwegs sind und uns auf Karten und Taferl verlassen. Und heute besonders, werde ich erst entlang der Route bemerken, dass das Handy im Auto liegen geblieben ist.

Unzählige Wege stehen zur Auswahl. Ich schaue Chef an, und entscheide mich für den Engerlweg. Zuerst führt der Weg durch das historische Stadtzentrum. Ungewohnt, einmal die wunderschönen Gebäude zu erkennen. Normalerweise ist die Stadt, wenn ich vor Ort bin, mit Leben, Bühnen, Schaustellern, Marktfahrern und mehr gefüllt. Wirklich sehenswert.

Wir verlassen durch das Egentor die einst best befestige Stadt im ganzen Land. Dieses Tor erhielt einen Anbau zur Lagerung von Schießpulver. Mitte des 16. Jahrhunderts blühte Eggenburg so richtig auf. Adel, Rat und Bürger wetteiferten in der Ausgestaltung der Stadt. Wie groß die Stadt damals war, sieht man erst richtig entlang des Wanderweges. Heute dehnt sie sich allerdings noch viel weiter ins Umland aus. Gleich zu Beginn wandern wir durch ein Neubaugebiet.

Wo sich der "Engerlweg" und der Weg "Rund um Eggenburg" treffen, legen wir bei einer etwas antik wirkenden Bank unsere Frühstückpause ein.

Gut gestärkt geht es weiter. Der Weg ist wahnsinnig abwechslungsreich. Teils führt er zwischen Feldern hindurch, dann streifen wir kleine Wäldchen und schlagen im Ort Engelsdorf auf.

Schon bald verlassen wir verbautes Gebiet und sind wieder auf freier Flur, wo sich dann der Weg mit dem "Meiseldorfer Teichweg" vereint. Inmitten des kleinen Waldgebietes machen wir einen Fehler, denn hier fehlt ein Schild. Geradeaus sehen wir einen Weg, der mitten durch einen Fluss führt und gehen somit nach links weiter. Tja, hätte ich nur die Karte befragt und hätten wir geschaut, ob es eine Möglichkeit gibt, trockenen Fußes den Lateinbach zu übersetzen, wären wir wohl nie an einem wirklich romantischen Flecken vorbeigekommen.

Erst als wir wieder die Reste des sagenumwobenen Wieshofes erreichen, wird uns klar, wieder die alte Route erreicht zu haben. Aber kein Problem, so verwunschene Orte, wie diese Ruinen, des in den 80er Jahren abgebrannten Hofes ziehen uns sowieso magisch an. Der einstige Wirtschaftshof der Herrschaft Stockern wurde um die Jahrhundertwende als Meierei geführt und war ein beliebtes Ausflugsziel. Bertha von Suttner wurde hier angeblich mit Butterbrot und Milch verköstigt.

Nun folgen wir ein Stück des bekannten Weges, um dann wieder auf die eigentliche Route zu kommen, die uns noch an dem mächtigen Bergfried aus dem 12. Jahrhundert, dem stattlichen Rest der alten Burg "Veste Eggenburg" vorbei führt. Ebenso geht sich noch ein rascher Blick auf die imposante Stephanuskirche aus, ehe wir am Parkplatz ankommen.

Nun geht es nach Hause. Abends gibt es aus dem Krisenkochbuch Grammelknödel, diesmal mit Gurkensalat.

Übrigens, wir waren circa 4 Stunden mit Fotopausen, Tierbeobachtungen sowie einer Wanderpause unterwegs. Der gesamte Weg war ca. 8,5 Km bei rund 85 Höhenmetern.

Weitere Beschreibung und Karte unter https://www.niederoesterreich.at/a-engerlweg#mapFrame 

Wien, 16.05.2021

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

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