Sagenumwobener Tümpflweg

Rohr im Gebirge, Industrieviertel, Niederösterreich

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Die vergangene Nacht war kurz, immerhin haben wir das alte Jahr verabschieden und das Neue begrüßen müssen. Daher starten wir erst kurz nach Mittags unsere teuflische Neujahrswanderung.

Gerade zwischen Weihnachten und den heiligen drei Königen ist die Zeit voll von Brauchtum und Sagen. Und so starten wir "sagenhaft" ins neue Jahr. Obwohl es der noch recht junge Neujahrstag ist, der bekanntlich mitten im Winter liegt, wandern wir in strahlendem Sonnenschein und bei zweistelligen Temperaturen.

Tümpfl, so werden die sumpfigen Talböden hier genannt, und an diesen kommen wir immer wieder vorbei. Der Weg führt meist auf Forststraßen durch Wälder und an plätscherten Bächen entlang. Ruhig ist es hier. So richtig entspannend nach der heißen und vor allem lauten Silvesternacht, in der man in Wien das Gefühl hatte, die Welt geht unter.

Entlang des Weges erzählen 14 Schautafeln über die Geschichten und Sagen aus der Gegend. Immer wieder lauschen wir in den Wald, um etwas der alten Magie einzufangen. Vielleicht sehen wir noch das eine oder andere Waldmännlein.

Die einzige, heute recht anstrengende Steigung endet mit einem gemütlichen Rastplatz. Obwohl wir uns in Serpentinen auf rund 823 m schrauben, läuft mir der Schweiß aus allen Poren. Mittlerweile hat die Sonne die Oberhand über die Weltherrschaft in Rohr im Gebirge übernommen und die dicke Winterjacke und der mollige Sweater vom Christkind zeigen ihre wärmsten Eigenschaften. Kurz frage ich mich schon am ersten Tag im neuen Jahr, wieso ich mir das antue und schiebe den seit Jahren immer wieder kehrenden Vorsatz des Abnehmens in den Vordergrund.

Nach der Pause und dem netten Holzkollegen, der gerade meine Siegespose einnimmt, geht es fast nur noch bergab. Schon ist der Neujahrsvorsatz vergessen und wir sind wieder gut gelaunt unterwegs.

In Höhe vom Gasthof Furthner (heute leider geschlossen) und dem Skilift führt der Weg über die Bundesstraße retour nach Rohr. Man könnte noch einen kurzen Schwenker über einen schmalen Pfad in den Wald unternehmen. Den lassen wir jedoch wortwörtlich links liegen, da wir auf keine Abenteuer mehr aus sind und er heute schon zu Beginn recht gatschig und für Großstadtwanderer schmal aussieht.

Wir folgen der Straße, passieren die Teufelsmauer und wandern entlang des Klausbaches gemütlich weiter bergab. Zugegeben viel Verkehr ist hier nicht, dennoch nervt mich die Straßenpassage etwas. Und so kommen wir wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Nachdem, wie schon erwähnt, der Gasthof Furthner geschlossen hat, ebenso das Hotel Kaiser Franz Josef sich im Weihnachts-Silvester-Urlaub befindet, fahren wir nachhause. Zum Glück habe ich sicherheitshalber in der Krisenküche Schopfbraten vorbereitet.

Strecke lt. Angabe: 10 Km. Denke, über die Straße war es eine Spur länger.

Höhenmeter lt. Angabe: 262

Tourbeschreibung lt. Angabe: leicht, würden wir so stehen lassen, wobei Grundkondition von Vorteil ist, sowohl wegen der Steigung, als auch der Länge.

Start und Ziel: Ortszentrum Rohr im Gebirge, unterhalb der Kirche, hier gibt es einen Parkplatz (derzeit kostenfrei) sowie die ersten Wandertafeln

Anreise: mit dem Auto. Oder ab Bahnhof Payerbach-Reichenau mit dem Bus.

Unsere Dauer inkl. Fotos, einer Teepause: rund 3 ½ Stunden

Unsere Wandertipps: Großstadtwanderer

Zusätzliche Hinweise aus unserer Sicht: Am Tag unserer Wanderung lückenlos beschildert. Verpflegung bei Bedarf mitnehmen, wir haben genügend Rastmöglichkeiten gefunden. Öffnungszeiten von Gasthof und Hotel erfragen. Bei Wanderstart (neben dem Parkplatz) gibt es einen Supermarkt - eventuell für Provianteinkäufe, ebenso eine Raiffeisenbank.

Wanderung: 215 seit 29.08.2020

Wien, 01.01.2023

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches.

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