Erlebnisweg Peilstein

Nöstach, Industrieviertel, Niederösterreich

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Ich habe eine kleine Träne im Auge, als wir beim ehemaligen Mostheurigen Karner am Parkplatz ankommen. Wie oft waren wir hier mit unseren CÄSAR-Reisegruppen und haben schöne Zeiten verbracht? Unzählige Feste haben wir hier gefeiert und den neuen Bus eingeweiht. Heute ist das Lokal geschlossen - ein Corona-Opfer, das weh tut.

Wir haben den Einstieg in den Themenweg auf der Wiese entdeckt und treffen auf A.Daxl, der uns mit seiner liebevollen Art auf 16 Tafeln zum Thema Klettern begleiten wird.

Gleich zu Beginn geht es bergauf über die Wiese. Bei der ersten Station sind wir einige Zeit mit der Suche nach Eichhörnchen und Baummarder beschäftigt. Dazu genießen wir die Aussicht auf den Hafnerberg.

Der Peilstein ist seit dem 19. Jahrhundert ein beliebtes Kletterparadies und weit über die Grenzen hinaus bekannt. Unzählige Generationen von Kletterern haben Erstbegehungen durchgeführt und den neuen Routen Namen gegeben. Wir sitzen gemütlich auf einer Hängebank, schaukeln leicht im Wind und diskutieren über die Felswände. Wir sind schon froh, wenn wir mit unserer Kondition bis zum Peilsteinhaus kommen. Von Kletterungen und somit einem Felsen, der nach uns benannt ist, können wir nur träumen.

Nach einer längeren Seelenbaumlerei geht es weiter durch herrliche Wiesen. Als Großstadtmenschen genießen wir die Farbenvielfalt, die Insekten, die Schmetterlinge, die zirpenden Grillen.

Stetig geht es bergauf. Der Waldweg ist angenehm, die Steigung, bis auf wenige Stellen, auch für uns gut zu gehen.

Irgendwann erreichen wir ein Schild "Peilsteinhaus 15 Minuten". Juhu, wir haben es bald geschafft. Und tatsächlich sind wir auf 718 m Seehöhe gelandet und finden ein freies Plätzchen im Schatten. Eigentlich wollen wir nur etwas trinken und dann wieder zurück marschieren. Doch rund um uns schaut alles so lecker aus und riecht so gut, dass wir doch auch etwas essen. Nach einer längeren Pause erklimmen wir noch den Aussichtsturm neben dem Haus.

Danach geht es bis zum Gipfelkreuz mit spektakulärem Ausblick. Ein Traumtag - eine Traumwanderung - ein Traumplatz. Herz, was willst du mehr.

Zurück geht es dann so ziemlich auf der gleichen Route.

Strecke lt. Angabe: zwischen 6 und 7 je nach Wanderbeschreibung

Höhenmeter: ca. 280 (wobei im Folder vom Peilsteinhaus sogar 355 steht)

Start und Ziel: ehemaliger Mostheuriger Karner in Nöstach

Unsere Dauer inkl. Fotos, etwas längerer Rast beim Anstieg auf einer Schaukelbank mit Aussicht, Mittagspause am Peilstein: knapp 5 Stunden

Unsere Wandertipps: Großstadtwanderer

Zusätzliche Hinweise aus unserer Sicht: Weg war am Tag unserer Wanderung gut beschildert. Die Hinweistafeln rund ums Klettern, vor allem für uns Nicht-Kletterer, sehr interessant. Trittsicherheit kann nicht schaden und gutes Schuhwerk Voraussetzung.

Wien, 22.05.2022

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

Achso, wenn du Rechtschreibfehler findest, dann kannst du es mir gerne sagen oder dir behalten. Ich mache mir dann einfach wieder welche.