Burgruine Dobra

Dobra, Waldviertel

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Dobra ist süd-slawischen Ursprungs und stammt von dobov, was Wald, Eichenwald bedeutet. 

Und so gehen wir ein Stück durch den Eichenwald, der sich in herbstlicher Raschellaubmanier präsentiert, um ins Mittelalter eintreten zu dürfen.

Noch lache ich, dass die kleinen Nischen vor der Burgbrücke, die einstigen Parkplätze der alten Ritter waren. Chef findet es nicht lustig, er wirkt leicht blass. Ist er schon den Eingemauerten auf Burg Dobra begegnet? Er wurde damals vom Herrn von Dobra, um die Liebe zu seiner Tochter zu verhindern, in einem fensterlosen Raum in der Burg eingemauert.

Heute liegt das alte Gemäuer ruhig vor uns und wenn es Geister gibt, dann schauen sie nur gelassen auf die Großstadtwanderer, die sich ehrfurchtsvoll auf dem geschichtsträchtigen Boden bewegen. Und Fenster gibt es auch genug. Die Burg kann ohne jegliche Kosten besichtigt werden. Lediglich beim Aufstieg auf den Burgfried wird um eine kleine Spende gebeten - bitte Kleingeld mitnehmen. Und für alle Mutigen gibt es Feeling like James Bond beim Absprung vom Bergfried und dem Flug auf Österreichs längster Stahlseilrutsche (buchbar bei Besttrip).

Von irgendwo dringt fürchterliches Geheul an mein Ohr. Ich zucke zusammen. Zählt der Teufel gerade sein gehütetes Gold? Oder ist die Föhre inzwischen richtig gewachsen und wir können den Goldtopf mitnachhause nehmen?

Auf alle Fälle fühle ich mich in meine Kindheit versetzt, waren Sagen doch ein ständiger Begleiter. Sie erzählen ihre eigenen Geschichten, deren Wahrheitsgehalt für immer ein Rätsel bleiben wird. Wir durchforsten die Ruine, genießen den herrlichen Blick auf den Kamp, den wir erst vor kurzem bei der Geburt begleitet haben.

Nach einer abwechslungsreichen Geschichte sind die Mauern heute vom Verein Pölla Aktiv gepachtet, der sich liebevoll um deren Erhalt bemüht. Ein moderner Raum wurde passend in die dicken Gemäuer gebaut, der für bis zu 100 Personen für Hochzeiten und andere Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Ruine Dobra, die mystische Schönheit thront auf einer vorgeschobenen Landzunge über dem Kamp. Sie gibt Raum für eigene Gedankenspielereien, bleibende Erlebnisse und der Hoffnung den Goldschatz des Teufels zu finden. Wer sich übrigens nicht alleine durch die alte Gemäuer bewegen will, dem sei eine Führung ans Herz gelegt.

Wien, 06.11.2021

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

Achso, wenn du Rechtschreibfehler findest, dann kannst du es mir gerne sagen oder dir behalten. Ich mache mir dann einfach wieder welche.