Schmankerlrunde

Windigsteig

Kleiner Tipp am Rande: bei Fotogalerie auf die Fotos klicken, dann erscheinen diese im Vollformat

Windigsteig wurde 1281 erstmals urkundlich erwähnt und liegt im Bezirk Waidhofen an der Thaya im schönen Waldviertel.

Recht überschaubar wirkt der Markt auf uns, als wir das erste Wanderschild "Schmankerlrunde 51" am Marktplatz erblicken. Hübsch sind die bunten, überdimensionalen Windräder, die wir immer wieder antreffen.

Wir zweigen Richtung Willings ab, überqueren den Thauabach und erreichen die Imkerei Stögerer. Neugierig wie wir sind, schauen wir den fleißigen Bienen über die Schulter und werden von der Chefin freundlich empfangen und in das neu erbaute, barrierefreie Bienenhaus mit Ab-Hof-Verkauf gebeten. Ich koste mich durch unterschiedliche, ausgefallene Honigsorten, wie Chili-Honig, Mohn-Honig, Haselnuss-Honig und Ingwer-Honig. Dazu ein Glaserl Honeysecco und der Wandertag bekommt einen ganz besonderen Beginn. Für Einzelgäste gibt es unterschiedliche Führungszeiten (Bitte direkt bei Familie Stögerer erfragen), für Gruppen jederzeit nach Vereinbarung. Wenn du vorbei gehst, dann schaue einfach zum Bienengarten mit Bienenhaus. Meist ist jemand vor Ort und du kannst verkosten, einkaufen und gustieren.

Gut gelaunt geht die Runde weiter (beim Bienengarten bitte nicht der gelben Tafel folgen, sondern wieder zurück auf die Hauptroute, ist hier etwas irreführend), wir kommen bei einem Damwildgehege vorbei und schauen, wie sich das Gleis der Franz-Josefs-Bahn durch die Landschaft schlängelt.

Kurz darauf bietet sich ein schattiger Rastplatz für unsere Wanderpause an. Wieder einmal eine kleine Stärkung mit herrlicher Weitsicht. Danach geht es zwischen abgeernteten Erdäpfeläckern und noch reifenden Maiskolben weiter. Ein herrliches Wolkenspiel begleitet uns, leider sind für Nachmittag Gewitter angesagt.

Bald durchstreifen wir den kleinen, auf uns sehr idyllisch wirkenden Ort Matzlesschlag, dessen Namen sich von "Atzili", einer Verkleinerungsform des Namens "Atzo", auch "Azzo" herleitet. Mit ziemlicher Sicherheit ist damit Azzo, der Ahnherr der Kuenringer in Österreich, gemeint. 

Wir unterwandern die Franz-Josefs-Bahn und überqueren abermals den Thauabach. Weiter führt der Weg in den nächsten kleinen Ort Waldberg. Zweifelsohne war der Name Kühfressen ein Spottname, das bestätigt mir auch die neugierige Einwohnerin.

Leider hat der Schmankerlhof zwar heute noch ausgesteckt, aber wir sind gute 3 Stunden zu früh, also wandern wir weiter. Ein Stück geht es entlang des schon in die Jahre gekommenen Baumhoroskop-Weges sowie Meister Lampe's Wald- und Wiesenlehrpfades.

Je höher wir kommen, desto herrlicher wird die Aussicht auf die sanften Hügel des Waldviertels. Still ist es. Die Natur hält den Atem an.  Sogar der Blick durch das Fenster in die Natur ist verschlossen. Wir hören keinen Vogel, keine Grille. Sehen keinen Schmetterling und kein Säugetier. Von irgendwo weht plötzlich ein kalter Wind herüber. Und dann hören wir ihn schon - den ersten Donner. Ein Blick zurück bestätigt uns die Vorahnung, ein anrollendes Gewitter sitzt uns im Nacken.

Unsere Schritte werden schneller. Bei einem der nächsten Schilder (hier würde es nach Raflings gehen, sowie in 10 Minuten wäre das Pfeifenmuseum erreicht) entschließen wir uns abzubrechen. Das Donnergrollen kommt näher. Wir gehen gerade aus und erreichen alsbald Windigsteig. Noch ein kurzer Blick zurück und wir haben unseren Ausgangspunkt erreicht.

Ehe wir die Heimreise antreten, fahren wir nochmals zur Imkerei Stögerer und decken uns mit herrlichen Produkten ein. Übrigens, es gibt auch einen Onlineshop, somit müssen wir auch auf den herrlichen Met sowie den besonderen Honig-Bier-Essig in Wien nicht mehr verzichten. Weiters gibt es die Produkte in ausgewählten Shops - Infos auf der Homepage.

Danach halten wir noch bei unserem Lieblingsheurigen "Zum Koarl" in Maissau, der direkt am Weg liegt und wo unsere Wanderung einen kulinarischen Schmankerlhöhepunkt erlebt.

Strecke: ca. 8,66 km, Unsere etwas abgekürzte Variante waren 7,66 km

Höhenmeter: 184

Start und Ziel: Marktplatz Windigsteig

Unsere Dauer - inklusive Fotos, Wanderpause, Besuch im Bienengarten: 3 1/4 Stunden

Kleiner Tipp aus Sicht der Großstadtwanderer: Verpflegung mitnehmen, entlang der Route keine Einkehrmöglichkeit. Gut beschilderter Rundweg. Sehr empfehlenswert und nicht vergessen: Ein Besuch in der Imkerei Stögerer. (Einzelgäste bitte Führungstermine erfragen, Gruppen nach Vereinbarung jederzeit herzlich willkommen. Busparkplatz vor der Tür. Busse für Gruppen bietet unser Busunternehmenpartner CÄSAR, auf Anfrage wird auch gleich der ganze Tag organisiert)

Wien, 12.09.2021

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten. Imkerei Stögerer sowie Zum Koarl sind bezahlte Werbeeinschaltungen! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

Achso, wenn du Rechtschreibfehler findest, dann kannst du es mir gerne sagen oder dir behalten. Ich mache mir dann einfach wieder welche.