Bergbau-Museums-Weg

Wies/Eibiswald, "Schilcherland", Steiermark

Los geht es bei – 5 Grad am Bahnhof Wies/Eibiswald.

Obwohl der Themenweg bereits relativ gut geräumt ist, gibt es, vor allem im Schattenbereich, glatte Stellen. Na dann schauen wir mal, wie weit wir Großstadtwanderer kommen. Es geht Richtung Steyeregg, wir überqueren die Bundesstraße, rechter Hand liegt ein Einkaufszentrum.

Ab auf die andere Seite der B76, bis zum Aldrianplatz und weiter auf dem Koglerweg. Wir sind fasziniert von der herrlichen Schneelandschaft. Gestern hat Frau Holle ihre Betten über dem Schilcherland ausgeschüttelt und die Landschaft wirkt wie in Watte eingepackt.

Wir erreichen die Barbarakapelle und kurz danach das Gasthaus Toplerhof. Endlich Mittagspause.

Gut gestärkt mit typisch steirischen Backhendl und Schilcher durchqueren wir die Steyeregger Kolonie aus dem Jahre 1871/1873. Bei den interessanten Orten gibt es Hinweistaferln mit Geschichten und Daten. Wir passieren das Ida-Stüberl, einstiges "Huthmannshaus", einen Hofladen und das Erlebnis-Bergbauernmuseum, dass gegen Voranmeldung gerne geöffnet wird.

Nachdem wir abermals die B76 gequert haben, erfahren wir, dass hier seinerzeit Kohle abgebaut wurde. Jedoch wurde 1932 der hohe Rauchfang des Steyeregger Marienschachts gesprengt. Die Anlage ist heute restlos verschwunden. Im zweiten Ortsteil der damaligen Gemeinde Limberg, Kalkgrub, sieht man noch heute von der Bundesstraße einen Teil der "Sortierung".

Von nun an führt der Weg bergauf zum Kreuzberg. Es ist ruhig. Die Sonne strahlt recht warm vom blitzblauen Himmel und so spüren wir die vielen Minusgrade nicht wirklich. Es ist windstill und der Weg weiterhin gut geräumt. Dennoch, gerade im Schatten ist es oft recht glatt und hin und wieder rutschen wir ein wenig. Genauso geht es auch den 4 Rehen, die plötzlich so gut 2 Meter vor uns aus dem Wald stoben, die Straße überqueren und im Wald auf der anderen Seite verschwinden. Es ging alles so schnell, dass wir nicht mal die Kameras hochheben konnten.

Wir kommen zum Standort der heutigen Wolframhütte Bergla, wo sich bis 1925 ein Bergwerk befand. In den 50er Jahren war es die einzige noch verbliebene Kohlengrube im Bezirk, die jedoch 1975 ebenso stillgelegt wurde.

Der Weg ist leicht hügelig, es geht rauf und runter. Wir passieren das "Wieser Revier", zu dem man die Kohlenbergbaue Pölfing-Bergla, Aug-Schönegg, Tombach-Pitschgauegg, St. Ulrich, Schwanberg sowie Steyeregg und Kalkgrub-Limberg, rechnete.

Entlang des Kamms mit wunderschönem Panorama geht die Wanderung weiter. Rechts mit Blick auf die Koralm-Region, links (östlich) in das schöne Sulmtal.

Kurz vor der Rückkehr zum Ausgangspunkt passieren wir noch Schloss Burgstall, die ursprünglich Lackenberg hieß. 1280 wird der Ansitz, der heute eine Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft ist, erwähnt. Damals hatte ihn Ulrich Schenk von Rabenstein dem Bischof von Seckau übergeben.

Von nun an geht es bergab und noch ein Stück zurück zum Bahnhof.

Angaben lt. Internetrecherche – gefunden im Vorfeld.

Strecke: 8

Höhenmeter: 119

Tourbeschreibung: leicht, auch im Winter relativ gut zu gehen

Wo geht es los? Wie kommt man hin?

Start und Ziel: Bahnhof Wies/Eibiswald

Anreise: Auto - Parkplätze vorhanden. An unserem Wandertag kostenlos.

Öffentlich: Bahn, Linienbus

Empfehlung für Gruppen: Wander- und Ausflugsbusse ab 6 Personen bei CÄSAR

Wie lange waren wir unterwegs? Gibt es Rastmöglichkeiten? Gastronomie entlang der Runde?

Infos lt. Erfahrung am Tag unserer Wanderung

Unsere Dauer inkl. Fotos sowie Mittagsrast: rund 4 Stunden

Bei Bedarf Verpflegung mitnehmen, Rastmöglichkeiten gefunden.

Gastronomie entlang der Strecke: ja, Toplerhof, Buschenschank Michelitsch, Gasthaus Wirtprimus Ziegler, Öffnungszeiten erfragen

Folgende Hinweise sind aus unserer Sicht bzw. Anhand unserer Erfahrung am Wandertag:

Markierung: am Tag unserer Wanderung gut markiert

Kinderwagen: eventuell geeignet

Rollstuhl: nicht geeignet

Fahrrad: eventuell geeignet

Hunde: an der Leine kein Problem.

Wegbeschaffenheit: Asphalt

Was noch wichtig/interessant ist: Wanderweg ist eigentlich das ganze Jahr begehbar

Wanderung Nummer 307 seit 29.08.2020

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Unsere allgemeinen Wandertipps: Großstadtwanderer

Fotos: Fotografin Renate

Transparenz

Wien, 20.01.2024