Tannermoor

Liebenau, Mühlviertel, Oberösterreich

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Mit einer Fläche von 120 Hektar zählt das Tannermoor zu den größten Latschenhochmooren Österreichs und ist als Natura 2000-Schutzgebiet verzeichnet.

Die Zufahrt ist entlang der Landesstraßen gut ausgeschildert, da es etwas abgeschieden in Liebenau im nördlichsten Teil des unteren Mühlviertels auf 900 Metern Seehöhe liegt. Als wir losstarten, dürften wir noch einen kleinen Rest der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren, in welcher es entstanden ist, erwischen. Noch liegt die Landschaft, vor allem die Schattenseite, unter einer dünnen Frostschicht. Ich kuschle mich in meine Jacke und frage mich, wieso ich meine selbstgestrickten Kamerahandschuhe nicht mit habe. Doch schon bald übernimmt die Sonne die Macht und bringt die Herbstfarben richtig zum Strahlen.

Der weiche Moorboden gibt mir das Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit. Es hat den Anschein, als tauchen wir in eine eigene Welt, beobachtet von Moorhexen und umgeben von sagenumwobenen Irrlichtern. Es ist angenehm ruhig. Nur hin und wieder hören wir das fröhliche Zwitschern von Wintergoldhähnchen, dem kleinsten Singvogels Europas.

Die Rundumsicht vom Aussichtspunkt haben die Kiefern, Birken, Erlen und auch Fichten schon überwachsen, daher ziehen wir weiter. Schon bald stehen wir von der Entscheidung, den rund 6 km langen Moorwanderweg wieder zum Ausgangspunkt zu folgen, oder die Runde entlang des Neustifter Moorweges etwas auszudehnen.

Wir erreichen Neustift, das leider für uns Wiener Großstadtwanderer nichts mit unserem Heurigenort zu tun hat. Dafür gibt es ländliche Idylle sondergleichen. Unsere Großstadtherzen gehen auf und unsere Energiefelder werden neu geladen.

Freundliche Bewohner beäugen uns neugierig und die Herbstsonne lässt die Umgebung kräftig bunt erstrahlen. Eine wahre Wohltat. Leider bin ich nur etwas enttäuscht, da die Runde fast ausschließlich auf der Bundesstraße verläuft und von Moor nichts zu sehen ist.

Der kurze Moorwanderweg vereint sich mit der Neustiftrunde und führt das letzte Stück gemeinsam bis zum Rubner Teich, wo wir noch im Moorstüberl auf ein Getränk einkehren. Danach geht es wieder zurück zu unserem Quartier, dem Forellenwirt in Mitterbach.

Strecke lt. Internet/unserem KM-Messgerät: 8,5 km/8,53 km

Höhenmeter: 140

Start und Ziel: Rubener Teich

Unsere Dauer: 2 1/2 Stunden

Kleiner Tipp aus Sicht der Großstadtwanderer: Bei Bedarf Verpflegung mitnehmen, ansonsten steht am Start bzw. Zielort das Moorstüberl mit Getränken und Kleinigkeiten bei Öffnung zur Verfügung.

Wien, 25.10.2021

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

Achso, wenn du Rechtschreibfehler findest, dann kannst du es mir gerne sagen oder dir behalten. Ich mache mir dann einfach wieder welche.