Loata Weg - Spinnen im Waldviertel

St. Leonhard am Hornerwald, Waldviertel, Niederösterreich

Kleiner Tipp am Rande: bei Fotogalerie auf die Fotos klicken, dann erscheinen diese im Vollformat

Der Hornerwald ist das am spätesten gerodete Einzelhofgebiet am Kamp. Die Siedler, die aus der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Tirol, Salzburg, Bayern, Schwaben und der Pfalz kamen, arbeiteten als Holzfäller und Köhler für die Grundherrschaft. Und so wird die Siedlungstätigkeit mit 1738 angegeben.

Wir lassen den Spirit der alten Zeit auf uns wirken. Hier, wo sich Glaube und Aberglaube im Volksmund getroffen haben, verläuft der "Loata-Weg". Loata ist der einheimische Ausdruck für Leiter. Und Leiter spielt seit 2005 eine wahrhaft große Rolle in St. Leonhard - "Die längste Holzleiter der Welt", so steht es im Guinessbuch der Weltrekorde, sieht man gleich am Ausgangspunkt.

Der "Loata-Weg - Spinnen im Waldviertel" beginnt beim Handwerksmuseum, führt auf die Lamplhöhe, durch den Strichwald, über die Goldspinnerlichtung, zur Teichleiten und zum Zettsteinfeld. Vorbei an der Proneggmühle, über den Marterlsteig erreicht man wieder die Lamplhöhe und kommt zurück zum Ausgangspunkt.

Wer, sowie ich, glaubt, dass entlang der Strecke Hinweistafeln zum Thema "Spinnen im Waldviertel" Einblicke in längst vergessene Handwerke und Zeiten geben, geht leider fehl. Schade, schlau wird man während der Wanderung nicht wirklich. Aber entspannt.

Auch die, im Wanderfolder beschriebenen Geisterwesen, die durch das Spinnen angezogen werden, bleiben uns verborgen. Wobei magisch und mystisch sind die Waldpassagen schon. Entspannend auf alle Fälle, der Weg ist ohne größere Steigungen gut zu gehen. Im Wald ist es einmal ruhig, dann wieder zwitschern unzählige Vögel fröhliche Lieder. Irgendwann kreuzt ein Reh ein paar Meter vor uns unseren Weg.

Die Handwerke hier in der rauen Gegend und in rauen Zeiten eignen sich bestens für Geschichten. Leider bleiben uns diese verborgen. Hin und wieder eine alte Sage, Geschichte oder wahre Begebenheit zu lesen, wäre fein.

Wie auch immer, wir genießen die klare, recht kalte Aprilluft. Durchwandern schönes Waldgebiet. Passieren die einstige Proneggmühle - zumindest gehen wir davon aus.

Und kommen zum Marterlsteig, der jedoch eine breite Forst- und Waldstraße ist. Wir müssen nicht klettern oder dergleichen. So kommen wir wieder zur Lamplhöhe und schon bald zurück zum Ausgangspunkt.

Leider hat das Handwerksmuseum noch Winterpause, ich wäre jetzt richtig neugierig, mehr über diese, für uns so raue und geschichtsträchtige Gegend zu erfahren.

Strecke lt. Angaben: 5

Höhenmeter: rund 112

Start und Ziel: Handwerksmuseum St. Leonhard am Hornerwald

Unsere Dauer inkl. Fotos, ohne Pause: 2 Stunden

Kleiner Tipp aus Sicht der Großstadtwanderer: Verpflegung bei Bedarf mitnehmen. Am Tag unserer Wanderung gut beschildert. Wir haben entlang der Route zwei Bankerl gefunden.

Wien, 18.04.2022

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

Achso, wenn du Rechtschreibfehler findest, dann kannst du es mir gerne sagen oder dir behalten. Ich mache mir dann einfach wieder welche.