Zu den Mammutbäumen

Paudorf, Mostviertel, Niederösterreich

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1880 legte der damals 38jährige Adalbert Dungel, seines Zeichens Waldmeister des Stiftes Göttweigs, mehrere Samen der "Wellingtonia gigantea" in die Erde. 

Heute ragen sie meterhoch über unsere Köpfe. 

Aber beginnen wir einmal bei dem recht kleinen Parkplatz - gleich neben den Bahngleisen - wo das erste gelbe Wanderschild "Mammutbäume" uns in der Sonne entgegenleuchtet.

Ein paar Schritte durch verbautes Gebiet und schon tauchen wir in die Göttweiger Wald-Erlebniswelt ein. Die Wanderkarte "so findet ihr euch zurecht" ist schon etwas in die Jahre gekommen, dennoch sollte es mit den Hinweisen kein Verlaufen geben. Und Rudi, die rasende Raupe, zwar schon etwas grünspanig, aber sehr nett, ist ja auch als Wegweiser noch da.

Wir entscheiden uns den gelben Schildern zu folgen und kommen so nach einem kurzen Anstieg bei den gigantischen Mammutbäumen am Plateau des 380 m hohen Eichberges an. In gigantischen Ausmaßen von bis zu 45 Metern ragen die Baumkronen über unsere Köpfe.

Der Platz trägt den Namen Adalbert-Rast, hier kann man gemütlich Pause machen. Weiters finden sich etliche unterschiedliche Baumarten, die erforscht werden können. Die kleinen Holzschilder sind zwar in die Jahre gekommen, aber die Information noch immer aktuell.

Trotzdem bin ich bisserl enttäuscht, habe ich schon so viele Wanderberichte und Fotos gesehen, aber irgendwie hat es hier den Anschein, als hätte man vor Jahren einen Wanderweg ins Leben gerufen, um ihn dann einfach seinem Schicksal zu überlassen. Und so haben wir auch keine Ahnung, wo wir weiter wandern sollen. Kein Schild. Kein Hinweis. Kein gar nichts. Wir streunen noch etwas zwischen den beschilderten Bäumen hindurch und erreichen die Forststraße, von der wir zuvor zu den Mammutbäumen abgebogen sind.

Wir wandern ein Stück bergauf, folgen dem Weg nach links und kommen an eine Kreuzung mit 4 Möglichkeiten. Wir biegen links ab und rollen bergab. Immer gerade aus. Irgendwann sehen wir den morschen und abgerissenen Rudi, die rasende Raupe an einen Baum gelehnt. Wer Rudi folgt, sollte hier genau aufpassen und nach rechts auf den kleinen Weg inmitten des Waldes einbiegen um zu den Mammutbäumen zu gelangen.

Bei unserem Rückweg genießen wir die Ruhe im Wald, obwohl die vielen Vögel laut durch den warmen Jännertag zwitschern. Wir ziehen die frische Waldluft in unsere Großstadtlungen. Ein richtig schöner Rundwanderweg.

Wir gehen entgegen Rudis Richtung, passieren noch ein paar Baumschilder und Hinweisschilder und kommen so wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Strecke lt. Angabe: knapp 4 Km, durch unseren Umweg etwas um die geschätzten 5 Km

Höhenmeter lt. Angabe: 125

Tourbeschreibung lt. Angabe: leicht, würden wir so stehen lassen.

Start und Ziel: Paudorf Parkplatz der Mammutbäume, aber nur max. für 10 PKW. Adresse ist Bruckweg. Beschilderung bereits auf der Kremser Straße

Anreise: mit dem Auto

Unsere Dauer inkl. Fotos und Pause bei den Mammutbäumen: rund 2 Stunden

Unsere Wandertipps: Großstadtwanderer

Zusätzliche Hinweise aus unserer Sicht:

  • Am Tag unserer Wanderung haben wir zwei Beschilderungen gefunden. Einerseits die gelben Schilder mit "Mammutbäume", die direkt zu den Bäumen führen und dort enden. Andererseits Rudi, die rasende Raupe, die aber schon in die Jahre gekommen ist und eigentlich ein Rundweg ist.
  • Verpflegung bei Bedarf mitnehmen, Rastmöglichkeiten vorhanden.
  • Entlang der Route keine WC-Möglichkeit
  • Rundweg fast nur Forststraße, heute aber teilweise etwas gatschig
  • Ideal als Familienausflug

Wanderung: 217 seit 29.08.2020

Wien, 14.01.2023

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches.

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