Muttertags-Apfelblütenwanderung

Rundweg Kronprinz in Krustetten

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Erstmalig in der Geschichte von Krustetten hat sich der tüchtige Christof Unfried von Bio-Obstbau & Brennerei Unfried zwei Wanderwege für das Muttertagswochenende einfallen lassen.

Ich gebe ehrlich zu, ich habe den Tipp bei unserem "Wanderschreib-Partner" Stephan von Weinbergwandern entdeckt und musste, obwohl ich Chefin eines Busunternehmens bin, erstmals nach Krustetten googeln.

Da wird der kleine Ort in der Gründungsurkunde des Stiftes Göttweig aus 1083 mit dem Namen Chrusistetin = Kreuzstätten erwähnt und ich habe noch nie davon gehört.

Nach etwa 70 Minuten Autofahrt rauschen wir ein und werden gleich freundlich empfangen. Parken dürfen wir am Hof. Und gleich zu Beginn gibt es auf Wunsch ein wenig Wanderproviant. Wir entscheiden uns für eine Flasche trüben Apfelsaftes und zwei saftige Apfelmuffins. So kann der Wandertag beginnen, denn schon nach kurzer Zeit ist heute der Obstgarten der Familie Unfried geöffnet. Tische, natürlich mit mehr als genügend Corona-Abstand, laden zu einer willkommenen Einkehr ein. Und wir genießen gleich einmal unser verspätetes Frühstück. Heute zusätzlich mit Wildwurst vom Markt der Erde, Salzstangerl, Nascherei und gesunde Müsliriegel unseres Partners Felber Schokoladen aus der Steiermark.

Herrlich inmitten der prachtvollen Landschaft, direkt unter den malerisch blühenden Apfelblüten mit der Seele zu baumeln. Eigentlich könnte ich den Wandertag schon wieder beenden. Würde da nicht Chef sein und mich in die Rippen stupsen, ich soll nicht so faul sein. Äh, ich bin nicht faul, ich bin nur naturverliebt. Und genieße das Leben.

Wir durchwandern die Reihen, Schmetterlinge, Hummeln, Bienen und weitere kleine und große Insekten schwirren um uns.

Bald erreichen wir wieder, den heute extra ausgeschilderten Wanderweg.

Das Benediktinerkloster Stift Göttweig scheint seine schützende Hand über uns Großstadtwanderer zu halten, denn es ist fast die ganze Runde über irgendwo immer ersichtlich.

Seit über 20 Jahren ist es Teil der "Kulturlandschaft Wachau" und in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Der Göttweiger Berg war bereits ab 2.000 v. Chr. besiedelt. Aufgrund der ausgesprochen faszinierenden Lage wird das Stift Göttweig als österreichisches Montecassino bezeichnet. Und ein Besuch empfiehlt sich auf alle Fälle. Oft waren wir mit unseren CÄSAR-Bussen schon vor Ort.

Der Weg ist abwechslungsreich, führt vorbei an Weingärten, wo sich die ersten Blättchen zeigen, sowie an weiteren Obstgärten der Familie Unfried.

Die Donau liegt uns zu Füßen, auf der einen Seiten beginnt mit Krems die Wachau, auf der anderen Seite liegt das Kraftwerk Theiß. Wenn ich so auf die Donau hinabschaue, kann ich kaum glauben, dass das Dorf Krustetten einst bis zum Wasser reichte. Die Donau grenzte mit ihren Ufern sicher einmal an die Straße an. Das einstige "Chlepadorf" ist aber durch die Sumpf- und Rutschgebiete eingegangen.

Wir ziehen weiter und erreichen bald den letzten Obstgarten, wo die Williams Birne bereits in den Startlöchern steht. Über uns kreisen die ersten Bienenfresser des heurigen Jahres. Wir beobachten Bienen bei der fleißigen Arbeit. Sie dienen hier als natürliche Bestäubungshilfe.

Langsam geht eine wunderschöne Runde seinem Ende zu. Und bei mittlerweile über 25 Grad und vollem Sonnenschein bin ich nicht einmal so traurig darüber. Wir kaufen noch Apfelsaft direkt ab Hof für zu Hause und sagen "Ciao" bis zum Muttertag 2022. Einkaufen kann man beim Selbstbedienungscontainer jeden Tag (Apfelsaft, Äpfel, Schnaps, Cider, ...)

Übrigens bei Weinwandern gibt es eine Alternative, die das ganze Jahr über begehbar ist. Besonders schön muss der Weg auch im Herbst sein, wenn das Laub sich verfärbt und die Äpfel und der Wein reif sind.

Nun geht es wieder nach Hause. Abends gibt es aus dem Krisenkochbuch serbische Bohnensuppe mit frischen Knoblauchstangerl.

Übrigens, wir waren circa 4 Stunden mit Fotopausen, Tierbeobachtungen sowie einer gemütlichen Pause unterwegs. Der gesamte Weg war ca. 6,6 Km bei rund 137 Höhenmetern.

Weitere Beschreibung und Karte unter https://www.weinbergwandern.at/region/kremstal/wandern-in-der-apfelbluete-rundweg-kronprinz/

Wien, 09.05.2021

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.


Achso, wenn du Rechtschreibfehler findest, dann kannst du es mir gerne sagen oder dir behalten. Ich mache mir dann einfach wieder welche.