Steinkreis

Krumbach, Industrieviertel, Niederösterreich

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Es gibt Wanderungen, nachdem wir Großstadtwanderer genervt, müde und gehetzt in die Großstadt zurückkehren. Und dann gibt es die anderen...

... die, nach denen wir erholt, entspannt, gut gelaunt und frei von schweren Gedanken zurück nach Wien kommen. Und so war es heute. Los geht es beim Schlosswirt, unterhalb des, in Privatbesitz befindlichen, Schloss Krumbach. Nach einem raschen Getränk und einer Tischreservierung für unsere Rückkehr, geht der Weg direkt vom Parkplatz auf einer gemütlichen und breiten Forststraße los. Nachdem wir schon auf 616 m Seehöhe starten, ein eiskalter Wind weht und die Grade noch unter dem zweistelligem Bereich liegen, präsentiert sich auch die Natur noch sehr zaghaft.

Der Weg führt durch den herrlichen Hauswald. So frisch die Luft. So ruhig die Natur. Und so angenehm der Weg, der ständig, aber ohne große Anstrengung permanent ansteigt. Gut ausgeschildert ist der Weg. Wir genießen, entspannen, lachen und diskutieren über unser Mittagessen.

Nach einiger Zeit verlassen wir den Wald. Unglaubliche Fernblicke in die Bucklige Welt eröffnen sich uns. Ein Traum. Ich merke, wie der eisige Wind die schweren Großstadtprobleme mit auf seine Reise nimmt. Ich lasse los, genieße, entspanne. Wir diskutieren, ob es wirklich Schneeberg und Rax sind. Tja, Berge bestimmen ist nicht unsere Stärke. Beeindruckend die herrliche Fernsicht, an der sicher auch der eiskalte Wind, der mehr wie lästig beim Wandern ist, schuld ist. Alles kann man halt nicht haben.

Wir erreichen das Landhaus. Wir könnten uns bei einer Rufnummer melden und würden mit Getränken verpflegt werden. Jedoch, es ist Ostersonntag, der erste Ostersonntag nach Beginn der Pandemie in Freiheit und wir möchten die nette Betreiberfamilie nicht stören. Wir drücken uns die Nase am Fenster breit - drinnen gibt es auch noch einige schöne Handarbeiten zum Erwerb. Dennoch, wie gesagt, es ist Familientag, wir möchten niemanden stören und ziehen nach einer kurzen Pause weiter.

Von nun an ist für uns das steilste Stück. Wir schrauben uns unaufhörlich nach oben. Über Hochhalt Brenner geht es bis zum Waldbauer Stübl und dann scharf links. Bald erreichen wir mit 825 m Seehöhe den höchsten Punkt unserer Wanderung. Ab nun geht es angenehm bergab. Oberhalb vom "Waldbauern" vorbei zum "Blickplatz Steinkreis", der eine vorchristliche astronomische Beobachtungsstätte ist. Wir halten kurz inne, saugen die Kraft des Ortes in uns auf und ziehen dann, in Vorfreude auf unser Mittagessen, weiter.

Kurz vor der Kreuzung Glöckl verlassen wir den Wald und ab hier folgt der Weg der, heute überhaupt nicht befahrenen, Landstraße. Wir passieren noch einen Verkaufsstand des Biokräuterhofs Adamek, ehe wir nach einem kurzen Stück uns für den "Sommerweg" entscheiden.

Über einen Waldweg, entlang einer für diese Gegend erstaunlich tiefen Schlucht und mit Blick auf Schloss Krumbach geht es zum Mittagstisch. Schön war es. Entspannend und stärkend. Aber jetzt habe ich Hunger.

Strecke lt. Angaben: 8,9

Höhenmeter: rund 250

Start und Ziel: Schlosswirtshaus unterhalb Schloss Krumbach

Unsere Dauer inkl. Fotos, einer kurzen Pause: 3 ½ Stunden

Kleiner Tipp aus Sicht der Großstadtwanderer: Verpflegung bei Bedarf mitnehmen. Am Tag unserer Wanderung gut beschildert. Am besten man holt sich dennoch eine Wanderkarte beim Schlosswirt (wenn vorhanden).

Wien, 17.04.2022

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

Achso, wenn du Rechtschreibfehler findest, dann kannst du es mir gerne sagen oder dir behalten. Ich mache mir dann einfach wieder welche.