Grenzwanderung

Klosterneuburg, Öffitour, Niederösterreich

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Mit der S40 geht es bis Klosterneuburg-Weidling. Hier starten wir unsere heutige Tour. Es geht vorbei am ehemaligen Essl-Museum, am Aupark entlang, über den Stadtplatz bis zum Rathausplatz in Klosterneuburg. Hier ist am Samstag Wochenmarkt.

Klosterneuburg ist die drittgrößte Stadt Niederösterreichs, liegt zwischen Donau und dem Wienerwald und weltweit durch das gleichnamige Stift Klosterneuburg bekannt.

Ich kenne die Stadt aufgrund des alljährlich stattfindenden Leopoldikirtags mit Fasslrutschen, dem heimeligen Adventmarkt, unzähligen Veranstaltungen in der Babenbergerhalle sowie natürlich das Stift, das wir immer wieder mit unseren Reisegruppen von CÄSAR besichtigen.

Eigentlich sollte heuer wieder die, alle zwei Jahre stattfindende, Orchideenausstellung sein. Nun ja, Corona lässt keine Blumenfreude im warmen Veranstaltungszelt zu. Alternativ erfreuen wir uns an den Frühlingsboten, die wir entlang unseres Wanderweges finden.

Weiter führt die Strecke durch das alte Klosterneuburg, vorbei an repräsentativen Villen und steigt langsam immer höher.

Unser Ziel der 425 m hohe Leopoldsberg, bereits auf Wiener Stadtgebiet.

Noch sind wir lustig unterwegs, begutachten die unterschiedlichen Baustile der unzähligen Häuser, die sich immer weiter in den Wald schrauben. Bis wir ein Schild mit 22 Prozent Steigung sehen. Noch lachen wir und bewältigen das kurze, steile Stück.

Und dann sind wir auf immerhin schon 273 m Seehöhe. Der Blick auf das Stift und die Stadt, sowie die umliegende Gegend ist traumhaft. Aber die Steigung, die vor uns liegt ebenso. In den wenigen Wanderbeschreibungen, die das Internet hergibt, steht überall, dass der Weg ab hier nur 2,5 Kilometer ist. Und als Verdauungsspaziergang gesehen wird. Daher dachten wir Wiener Großstädter, dass wir hier mit links raufwandern.

Raufschnaufen trifft es besser. Es geht nur bergauf. Obwohl der Wald wirklich wunderschön ist, die Luft frisch und die Spechte auf Partnersuche sind. Immerhin schnaufen wir die steile Nordostflanke des Leopoldsbergs hinauf. Hin und wieder stelle ich mir die Frage, wieso? Wieso kraxeln wir zwei fülligen Großstadtwanderer auf einen unserer Wiener Hausberge, wenn dort sogar eine städtische Buslinie hinauf fährt? Wieso tun wir uns das an?

Achja, weil wir wandern wollen. Weil wir uns bewegen möchten. Und weil ich mir wieder mal schwöre, ab morgen mit einer Diät zu beginnen. Nein, morgen geht ja nicht, sonntags sind wir wandern. Und Montag bin ich im Stress. Dienstag vielleicht? Oder doch wie immer, irgendwann?

Mein Blick fällt durch die Sträucher hinab zur Donau, wo gerade ein Frachter Richtung Schwarzem Meer schippert. Für einen kurzen Moment wäre ich jetzt gerne auf unserer Donauinsel eben unterwegs. Dort könnten wir anregende Gespräche führen und nicht, wie hier nach Luft schnappen.

Mein Schatz versucht mich aufzubauen: "ich höre schon die Straße!". Ich höre nichts, außer einen Specht, der gerade seine Kinderstube ausbaut.

Weiter geht es. Wir treffen auf eine Wegkreuzung, 5 Minuten zum Leopoldsberg. Ha, das schaffen wir noch!

Endlich sind wir bei der Bushaltestelle angekommen. Wir haben es geschafft. Wir sind oben. Wir sind stolz. Wir schlagen uns auf die Schulter. Immerhin waren es 50 Minuten, nur 5 Minuten mehr, als die Wegweiser angekündigt haben! Wir sind gar nicht so schlecht, wie gedacht. Trotzdem war es für uns Großstadtwanderer eine Herausforderung.

Achso, und nein, wir sind jetzt nicht in den Bus. Wir sind wieder fit und spazieren den ebenen Weg bis zur Elisabethwiese. Hier gibt es neben einem Kletterwald auch Getränke to go. Ein kühles Bier auf unser Abenteuer. Knusprige Pommes als Stärkung.

Dann ab zum roten Bus und nach Hause. Abends gibt es in meiner Zauberküche Brathendl aus dem Krisenkochbuch. Übrigens, wir waren cirka 2 ½ Stunden unterwegs.

Der gesamte Weg war knapp 9 Km bei rund 304 Höhenmetern.

Weitere Beschreibung und Karte unter https://www.oetk-klosterneuburg.at/index.php/unsere-wege/weginformation/414-klosterneuburg-leopoldsberg. Übrigens, der ÖTK ist auch für die perfekte Beschilderung verantwortlich! Danke dafür!

Wien, 13.03.2021

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

Achso, wenn du Rechtschreibfehler findest, dann kannst du es mir gerne sagen oder dir behalten. Ich mache mir dann einfach wieder welche.