WeinWanderWegWetzdorf

Großwetzdorf

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Eigentlich kenne ich nur den berühmten Heldenberg mit seinen Lipizzanern, der Radetzky Gedenkstätte, dem Steinzeitdorf und mehr in Kleinwetzdorf. 1380 wurde in einer Besitzurkunde der Radlbrunner die Unterscheidung von Groß- und Kleinwetzdorf belegt. Und so landen wir heute in Großwetzdorf und starten bei der Grabenbrücke mit unserer Wanderung.

Gut beschildert ist der Weg, genau nach den Vorstellungen von uns Großstadtwanderern. Einfach abschalten, loslassen und genießen. Gleich zu Beginn empfängt uns ein Stimmengewirr unterschiedler Vögel. Richtig angenehm, wieder mal etwas anders als Autolärm zu hören.

Gemütlich geht der Weg leicht bergauf, führt durch die ersten Weinrieden bis zum Bisongehege. Wir werden neugierig beäugt. Kaum zu glauben, dass so ein Bulle bis zu eine Tonne auf die Waage bringt. Herzerwärmend der kleine Bison, der neugierig die Welt erkundet. Wir könnten noch stundenlang zu schauen.

Gleich daneben schließt ein riesiges Rotwildgehege mit kleinem Teich an. Die Tiere hier haben wirklich ein Paradies.

Langsam steigen wir höher und genießen, trotz des sehr trüben, aber trockenen Wetters, die grandiose Aussicht über das obere Schmidatal und bis weit ins Waldviertel. Wir winken unserem Stammheurigen in Maissau, der auch ideal für Busgruppen ist, "Zum Koarl" zu.

Wir erreichen Schober's Weinbrunnen. Ein richtig süßer und süffiger Rastplatz. Mein "Chef" kurbelt Getränke an die Oberfläche. Der Traubensaft hat eine faszinierende Farbe und eine angenehme Süße. Bitte unbedingt Kleingeld mitnehmen und bitte ehrlich zahlen. Leider haben das in letzter Zeit einige Besucher "vergessen", daher wird ein Abbau des Brunnens angedacht. Es wäre so schade darum, denn es ist ein so beruhigendes Plätzchen und eine herrliche Wanderpause.

Der Weg ist gut begehbar, führt durch Weinrieden und kleine Waldpassagen. Präsentiert herrliche Aus- und Fernsichten und umgibt den Wanderer mit einer angenehmen, kräftigenden Stille. Richtig fein zum Alltagsstreßabbau.

Wir erreichen den höchsten Punkt mit spektakulären 340 m Seehöhe. Das "Rote Kreuz", wurde im 19. Jahrhundert am Grenzpunkt zwischen den Pfarren Großwetzdorf, Oberthern und Rohrbach als Hohlkreuz mit einer Christusfigur und der Schmerzhaften Gottesmutter aus Blech errichtet. Von nun an führt der Weg, abwechselnd zwischen Weingärten und durch Wälder, mit Blicken bis ins Tullnerfeld, bergab. Wir passieren noch die Stecherkapelle, die im 18. Jahrhundert am sogenannten "Stecherweg" errichtet wurde.

Wir durchwandern die Kellergasse und erreichen alsbald wieder unseren Ausgangspunkt.

Obwohl an einigen Wegweisern bereits der Zahn der Zeit nagt, erfreuten wir uns an den genauen Kilometerangaben. Nicht nur die Entfernung bis zum Ziel geben sie preis, sondern auch die bereits gegangenen Kilometer. Ein richtiger Ansporn. Und süß finde ich nun das "Z" wie Ziel und die kleine Sektflasche!

Strecke: 7 km

Höhenmeter: 120

Start und Ziel: Grabenbrücke in Großwetzdorf

Unsere Dauer - inklusive Fotos, Tierbeobachtungen, Wanderpause, Rast beim Weinbrunnen und einfach einmal abschalten und genießen: 4 Stunden

Kleiner Tipp aus Sicht der Großstadtwanderer: Verpflegung mitnehmen, entlang der Route keine Einkehrmöglichkeit. Gut beschilderter Rundweg. Kleingeld für den Weinbrunnen mitnehmen.

Wien, 19.09.2021

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

Achso, wenn du Rechtschreibfehler findest, dann kannst du es mir gerne sagen oder dir behalten. Ich mache mir dann einfach wieder welche.