Buchkogel Rundwanderweg

Füllenberg, Industrieviertel, Niederösterreich

Kleiner Tipp am Rande: bei Fotogalerie auf die Fotos klicken, dann erscheinen diese im Vollformat

Immer wieder habe ich das Schild "Meierei Füllenberg" bei der Ausfahrt Heiligenkreuz gelesen und musst dann doch links abbiegen. Als Reisebuslenkerin muss man dem Wunsch seiner Kunden, und in diesem Fall war es meistens Stift Heiligenkreuz, das Helental oder Alland ohne eigenes Interesse folgen. Doch heute war es soweit. Laut Internet hat die Meierei noch Samstag, Sonntag und Feiertag offen. Also dann mal los.

Ruhig liegt sie vor uns. Die Steckschilder vor Ort verraten, dass sich hier einiges geändert hat. Öffnungszeiten sind derzeit nur noch Samstag und Sonntag 11.30-19.00. Nichts wird mit einer gemütlichen Wanderung mit anschließendem Einkehrschwung in diese einfache, aber original erhaltene Labestelle, die u.a. schon Hans Moser geliebt hat. Wir drücken uns die Nase an den Fensterscheiben breit und erhaschen Blicke auf die gut erhaltene Originaleinrichtung aus dem Jahre 1769. Wir umrunden das Gebäude nach rechts weg und folgen dem Trampelpfad Richtung Wald, der vor dem Bauernhof mit dem Schild "Betreten verboten" rechts weg geht.

Ich konnte auch im Internet keine wirklichen Informationen zu Wanderwegen finden, daher wandern wir einmal auf gut Glück los. Im Wald gehen wir immer weiter geradeaus, erreichen die erste Wiese mit faszinierender Aussicht. Kurz vor einem Marterl steht eine einsame Wandertafel, die den Weg als "Buchkogel Rundwanderweg" tituliert und meint, er sei rund 7 km lang und gelb markiert. Das Höhenprofil lässt in etwa 100 Höhenmeter erkennen.

Der Weg ist eigentlich eine Forststraße und sehr angenehm zu gehen. Neben uns schwirrt und kreucht es, über unseren Köpfen ist ein lautstarkes Vogelstimmengeschwirr. Nur rund 3 Meter vor uns taucht plötzlich ein Greifvogel mitten im Wald auf, kehrt um und ist schon wieder im Baumlabyrinth abgetaucht. Irgendwo raschelt es im Laub und ich sehe gerade noch den Schwanz einer Eidechse unter einem Brombeerstrauch verschwinden. Andere Tiere sind da fotogener. Sogar einen Zaunkönig kann ich noch rasch mit der Kamera festhalten.

Wie gesagt, Beschilderung sucht man vergeblich, auch die angeblich gelbe Markierung ist wohl im Laufe der Jahre verschwunden. Dennoch, verlaufen ist eher kaum möglich, wenn man brav am Weg bleibt und einfach immer weiter geradeaus geht. Und so kommen wir noch bei atemberaubenden Aussichten auf den Wienerwald, Sittendorf und Dornbach vorbei, tauchen wieder im Wald ein und kommen gemütlich zurück zum Ausgangspunkt. Schade, dass wir nicht im Gastgarten unter den Kastanienbäumen noch die Wanderung ausklingen lassen könneb. Aber wir kommen sicher wieder.

Strecke lt. Angabe: rund 5,3 km

Höhenmeter: lt. Internet 100

Start und Ziel: Meierei Füllenberg

Unsere Dauer inkl. Fotos, ohne Pause: 2 Stunden

Unsere Wandertipps: Großstadtwanderer

Zusätzliche Hinweise aus unserer Sicht: Verpflegung bei Bedarf mitnehmen, jedoch kein einziges Bankerl gefunden. An unserem Wandertag überhaupt nicht ausgeschildert, jedoch einfach zu finden.

Wien, 16.06.2022

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

Achso, wenn du Rechtschreibfehler findest, dann kannst du es mir gerne sagen oder dir behalten. Ich mache mir dann einfach wieder welche.