Der Weg der Bankerl

>>Tut gut<< Wanderweg 2, Bischofstetten, Mostviertel, Niederösterreich

Kleiner Tipp am Rande: bei Fotogalerie auf die Fotos klicken, dann erscheinen diese im Vollformat

Bischofstetten liegt in der Region Niederösterreichisches Alpenvorland und Westbahngebiet. Und wir fahren aus der Sonne in die Nebelsackgasse.

Uns geht es genauso wie diesem Zug am Ausgangs- bzw. Zielort, am ehemaligen Bahnhof der einstigen Lokalbahn Ober-Grafendorf-Gresten, bekannter unter dem umgangssprachlichen Namen Krumpe. Ich glaube er träumt von den guten alten Zeiten auf seinen letzten Metern Gleis, die nur zur Belustigung der Gäste hier liegen, ebenso wie wir heute von der Sonne. Wobei genau bei Wanderende die Sonne gerade für einen kurzen Moment durch die Wolken blinzelt und die alte Lok ins rechte Licht setzt.

Hier gibt es nur noch eine kleine Gastronomie. Doch beides ist nicht unser heutiges Ziel, sondern der >>tut gut<< Wanderweg, Route 2. Ich nenne ihn nun mal frech, "den Weg der Bankerl", denn so viele Sitzmöglichkeiten, an unterschiedlichen Stellen, haben wir noch bei keiner Wanderung angetroffen.

Noch ist es wirklich saukalt, neblig und die Landschaft in mystisches Licht getaucht.

Pünktlich beim Eintritt in die Waldpassage spielt die Sonne mit den Wolken und wir erleben ein ewiges auf und ab. Als Fotografin bin ich total begeistert, ergeben sich durch das lustige Himmelspiel grandiose Fotomotive.

Der Wald ist ruhig, nur der leise Wind spielt mit den Bäumen und unter unseren Füssen raschelt das Laub. Wir schalten ab. Lassen den ganzen Alltagsbalast hinter uns und tauchen in eine Märchen- und Phantasiewelt ab.

Bei der Hubertuskapelle mit der unglaublich faszinierenden, detailgetreuen Holzschnitzerei, inmitten eines riesigen Holzstamms, legen wir unsere Teepause ein. Das Bankerl hat mit uns eine große Gemeinsamkeit.

Ab nun führt der Weg über eine Asphaltstrecke durch eine kleine Waldpassage. Gleich danach sehen wir endlich Landschaft mit Sonne.

Weiter geht es durch abgeerntete Felder, vorbei an Viehwirtschaft und einsamen Lehen. Der Weg ist leicht, abwechslungsreich und bietet - sogar bei Nebel - unglaubliche Fernsichten.

Schon bald erreichen wir wieder den Bahnhof, sagen der Lok "adieu" und fahren zurück nach Wien. Heute bemühe ich mit Wiener Schnitzel wieder mal das Krisenkochbuch, denn wir haben bei der Rückfahrt einen ganz tollen Abhofladen gefunden.

Strecke lt. Internet/unserem KM-Messgerät: >>tut gut<< Wanderweg 2 mit 6,5 km bei rd. 9.300 Schritten. Bei uns waren es 6,95 km bei 10.086 Schritten

Höhenmeter: 64

Start und Ziel: Bahnhofplatz in Bischofstetten - vis-a-vis ist ein großer Parkplatz. Leider ist die Bahn vor Jahren eingestellt geworden und nur noch eine Lok mit 3 Waggons als Schauobjekt vorhanden

Unsere Dauer: 2 1/4 Stunden

Kleiner Tipp aus Sicht der Großstadtwanderer: Bei Bedarf Verpflegung mitnehmen, ansonsten steht am Start bzw. Zielort das Lokal "Zur Krumpe" zur Verfügung (haben wir aber nicht getestet, Öffnungszeiten im Netz). Wirklich viele Bankerl und Rastmöglichkeiten vorhanden.

Wien, 07.11.2021

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

Achso, wenn du Rechtschreibfehler findest, dann kannst du es mir gerne sagen oder dir behalten. Ich mache mir dann einfach wieder welche.