Baden bei Wien

>>tut gut<< Wanderwege - 3 auf einen Streich

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Chef leistet ganze Überzeugungsarbeit und so prosten wir uns bei einem üppigen Sonntagsfrühstück mit Sekt zu. 

Heute bleibt unser Auto wieder einmal zu Hause, während die Badner Bahn uns gemütlich bis zur Endstation am Josefsplatz bringt. Hier gibt es ein öffentliches WC. Benützung 50 Cent, dafür wird nach jedem Besucher automatisch frisch gewaschen und desinfiziert.

Ab geht es durch die liebliche Innenstadt der einstigen kaiserlichen Sommerresidenz. Es riecht nach Schwefel. Schon die Römer wussten die Schwefelquellen zu schätzen, während sie darin badeten.

Heute ist Baden eine moderne Kurstadt und liegt am Rande des Wienerwalds. Bald erreichen wir den geschichtsträchtigen Kurpark. Schade, der Musikpavillon, wo im Sommer Kurkonzerte erklingen, hat seit Corona anscheinend nicht mehr viel zu tun und der Zahn der Zeit nagt unaufhaltsam daran.

Das nostalgische Park-Café bietet in der jetzigen Zeit Take away. Und wir beginnen den Einstieg in den >>tut gut<< Wanderweg 2 mit einem kühlen Prosecco. Corona-conform mit Abstand und Maske gekauft, genießen wir den Dosenalkohol weit entfernt auf einer kalten Parkbank mit Blick auf den Beethoven-Tempel. Wirklich frisch heute, obwohl schon Mitte April ist.

Der Weg führt gut beschildert und ohne wesentliche Anstrengung über die Annahöhe und den Mautner-Markhof-Pavillon zum eigentlichen Ausgangspunkt der >>tut gut<< Wanderwege, den Rudolfshof, der eine bewegte Geschichte erzählen kann. Einst von Herzog Otto dem Fröhlichen den Kartäusermönchen von Gaming als fürstliches Geschenk vermacht, wurde er anstatt zum Berghof zum Rudolfshof. Schuld daran war die Hochzeit von Kronprinz Rudolf mit Erzherzogin Stephanie. Und dass wir hier überhaupt am "Lido di Baden" wird mir erst bewusst, als ich die Geschichtstafel vor Ort durchlese.

Wir verlassen den Lido und schleppen uns Richtung Theresienwarte. Die einzige Ansteigung, mit der wir Großstadtwanderer heute wirklich zu kämpfen haben. Und nicht nur wir. Mit ein paar Mal kurz stehen bleiben und Luft schnappen sind wir angekommen. Die Besteigung der Theresienwarte lassen wir aufgrund des schlechten Wetters aus. Übrigens, wir haben nun ungefähr die Hälfte von der Route 1 bewältigt. Wer es noch nicht weiß, die >>tut gut<< Wanderwege sind meistens 3 Routen mit unterschiedlichen Längen, Steigungen und Ansprüchen. Wir sind heute beim Kurpark mitten in Route 2 eingestiegen, haben beim Rudolfshof auf Route 1 + 3, die hier parallel laufen, gewechselt und folgen nun Route 3 weiter.

Ab hier geht der Weg ohne große Steigungen und Anstrengungen weiter. Herrlich frisch ist der Wald. Gut zum Gehen der Weg am Waldboden. Und die Schwarzföhren faszinieren mich schon, seit wir am Harzberg waren.

Ehe wir am Gaadener Weg einbiegen, legen wir unsere Pause ein. Heute mit den Frühstücksresten, also Wurstaufschnitt, Salzstangerl, Käse. Dazu Bier, Mannerschnitten und Zirbenschnaps aus dem Flachmann. Heute darf ich ja, wir fahren doch mit der Badner Bahn auch wieder nach Hause.

Der Weg führt über die Faberhöhe zum Kaiser-Franz-Josef-Museum mit dem Café Blickweit. (Beides aufgrund der Coronasituation aktuell geschlossen). Wir lassen die Putschandellucken auf der rechten Seite liegen und erreichen die Stelle, wo Route 3 zurück zum Parkplatz führt. Die hier auftreffende Route 2 bringt uns weiter zum Kurpark.

Die "Putschanerlucken" war einst eine unwegsame und verrufene Schlucht, wo bis 1782 mutige Einsiedler hausten. Der Sage nach war es ein Räuberhauptmann namens Putschandel, der der Schlucht den Namen gab. Seinen Beinamen hatte er von der schäbigsten böhmischen Münze, dem Butschan. Erst die kaiserlichen Truppen, konnten durch die Festnahme des Anführers, einen gewissen Franz von Haag, dem Schrecken ein Ende setzen.

Ich bin wirklich froh, dass wir erst 2021 hier unterwegs sind. Friedlich zwitschern Vögel ihre Lieder und die ersten Frühlingsboten bringen Farbe ins Leben.

Langsam erreichen wir unser Wanderende, den Kurpark. Ein rascher Blick auf das berühmte Casino Baden, während mein Chef nochmals zu Dosenalkohol zum Abschied einlädt. Dazu bringt mir Chef ein herrlich saftiges Punschkrapferl.

Nun geht es wieder nach Hause. Abends gibt es aus dem Krisenkochbuch Scheiterhaufen aus der letzten Osterpinze.

Übrigens, wir waren circa 4 ½ Stunden mit zwei Prosecco-, einer Tee- und vielen Fotopausen unterwegs.

Der gesamte Weg war ca. 9 Km bei rund 307 Höhenmetern. Wobei wir hier Route 1-3 gemischt haben.

Weitere Beschreibung und Karte unter https://wanderwege.noetutgut.at/.

Wien, 18.04.2021

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

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