Buchbergwald

Mailberg - Rundwanderweg

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Es dauerte rund 966 Jahre, bis sich der Ort Mailberg über unseren Besuch freuen darf. Wir kommen in friedlicher Wanderstimmung, nicht wie die bömischen und mährischen Truppen am 12.05.1082, als sie bei der Schlacht bei Mailberg den Markgrafen Leopold II. eine schwere Niederlage zugefügt haben.

Nach einer wechslungsreichen Geschichte ist Mailberg heute vor allem als Weinbau-Ort, eingebettet in einem Talkessel und umgeben von Weingärten, bekannt. Vorzügliche Weine, vor allem der Grüne Veltliner reifen hier mit sehr individuellem Charakter.

Ehe wir uns dem Weingenuss ergeben, steht der 416 m hohe und bewaldete Buchberg in unserem Interesse.

Vom Brunnenhäusl am Marktplatz geht der gut beschilderte Wanderweg los. Zuvor noch kurz durch verbautes Gebiet, sodann wechseln Weingärten, Wiesen und Weitsichten bis zum Waldrand.

Bald tauchen wir in einen richtigen Märchenwald ein.

Von weitem hören wir Bienenfresser, einen Specht, Greifvögel und unzählige Singvögel. Vor die Kamera bekomme ich leider nur eine kleine Auswahl der faszinierenden Artenvielfalt.

Schon bald hört sich das gemütliche Wandern auf. Rund 200 Höhenmeter möchten erklommen werden. Trotz der frühen Morgenstunden ist der Wald bereits wie eine Sauna. Noch dazu schleppe ich, neben Kameraausrüstung, auch mehr als 4 Liter Getränke und unsere Jause im großen Rucksack mit. Noch hat sich kein schönes Plätzchen für unser Frühstück ergeben.

Irgendwie habe ich das Gefühl den Mount Everest bei gefühlt 100 Grad zu erklimmen. Von meinen Stirnfranzen purzeln Wassertropfen in mein Gesicht. Immer wieder bleiben wir für eine kurze Verschnaufpause stehen. Die Großstadtwanderer haben es in der schwülen Hitze nicht leicht.

Irgendwann erreichen wir die Landesstraße, die Buchbergstraße. Hier stehen zwei Wegweiser und der "erschöpfte" Wanderer hat die Wahl zwischen der knapp 3 km langen Abkürzung über die Kellergasse Marktweg zurück in den Ort oder den Weg weiter bis zum Gipfelkreuz am Buchberg.

Wir gehen die normale Runde weiter, klettern über ein stabiles Eisengerüst über den geschätzt knapp 3 m hohen Zaun in das Wildgatter. Zuerst führt der Weg recht leicht bis zum Steinbruch. Interessante geologische Einblicke in den Kalkaufbau des Mailberger Bruches tun sich auf. Einst diente der Steinbruch als Quelle für Baumaterial des Schlosses Mailberg, sowie das alte Rathaus in Laa an der Thaya.

Für einen kurzen Moment haben wir Angst in einer Sackgasse gelandet zu sein, denn die Schilder haben schon vor einiger Zeit ein Ende gefunden. Zum Glück erinnere ich mich an die Wanderbeschreibung - wer uns schon länger verfolgt, weiß, dass wir immer ohne technischen Firlefanz on tour sind. So klettern wir links die Wände hoch und treffen wieder auf die Hinweisschilder, die sich hier in kurzem Abstand aneinander schmiegen. Noch ein Stück Waldweg nach oben und wir haben den Gipfel mit Gipfelkreuz und Bank erreicht. Endlich Frühstückspause.

Gut gestärkt geht es nun nur noch abenteuerlich bergab. Unglaublich mystischer Wald, übersät mit Wildschweinspuren möchte durchwandert werden. Insgeheim hoffe ich keine Wildtiere zu treffen, wobei ein paar tolle Fotos wären schon etwas. Zwei Herzen schlagen in meiner Brust.

Ein Stück Schotterstraße, dann ein Waldweg, der regelrecht, auf der Suche nach frischen Eicheln, von den Wildschweinen umgegraben wurde. Abenteuer pur. Endlich erreichen wir wieder einen Übergang über den Wildzaun.

Kurz darauf bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf den Mailberger Kessel. Leider vom dunstigen Wetter etwas getrübt. Die Sicht geht bis über das Laaer Becken hinaus auf die Pollauer Berge in die Tschechische Republik.

Vorbei an der Hubertuskapelle erreichen wir die Kellergasse Rosenpoint. Hier lädt eine Radlerrast, natürlich auch Wanderer, zu einer Stärkung ein. Ein wirkliches Keller Wohlfühlplatzerl.

Gut gelaunt geht es zurück zum Hauptplatz. Es war wirklich eine grandiose Rundwanderung.

Abends gibt es aus dem Krisenkochbuch einen Jägerwecken.

Strecke: ca. 6 km

Höhenmeter: rund 196 Hm

Dauer - inklusive Tierbeobachtungen, Foto- und einer Wanderpause: ca. 3 ¾ Stunden

Weitere Beschreibung unter https://www.mailberg.at/tourismus/wanderwege/plaene-karten/ 

Wien, 27.06.2021

Transparenz

Fotos von Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at. Text bei Renate Stigler. Keine bezahlte Werbeeinschaltung. Bei diesem Text handelt es sich um persönliche Erfahrungen, die eine werbende Wirkung haben könnten, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde! Weiters ist es eine Momentaufnahme am Tage unseres Besuches. Wir weisen darauf hin, dass wir keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernehmen.

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