837. Hamburger Hafengeburtstag

Hafengeburtstag einmal anders – an Bord der CAP SAN DIEGO

Zum 837. Hamburger Hafengeburtstag haben wir uns diesmal eine ganz besondere Themenfahrt ausgesucht: Mit der CAP SAN DIEGO geht es hinaus auf die Elbe.

Die CAP SAN DIEGO liegt an der Überseebrücke und ist schon von weitem ein ziemlicher Brocken. 159 Meter lang, Baujahr 1961 und früher als Frachter zwischen Europa und Südamerika unterwegs. Heute ist sie unter anderem ein fahrendes Museumsschiff. Dafür sorgen viele Menschen, die ihre Freizeit in dieses Schiff stecken, sich um die Technik kümmern und dafür sorgen, dass die CAP SAN DIEGO nicht irgendwann nur noch auf Fotos existiert.

Schon um an Bord zu kommen, geht es steil bergauf. Na toll, Wandertag in Hamburg.

Zum Auftakt gibt es an Bord Kaffee. Dafür bekommen wir jeder ein eigenes "CUP SAN DIEGO"-Häferl, das während der ganzen Fahrt immer wieder befüllt werden kann. Dazu gibt es einen kleinen Snack. Das Häferl darf natürlich später mit nach Hause – ein schönes Andenken an unsere Fahrt.

Bald sind alle Mitreisenden an Bord. Ein Mitarbeiter klettert schwindelerregend eine Strickleiter nach unten. Mir dreht es den Magen um. Na bumm – das wäre für mich genau richtig. Die CAP SAN DIEGO wird freigemacht, dann kommen auch schon die Schlepper. Von der Reling aus können wir beobachten, wie sie unseren riesigen Frachter aus seinem Liegeplatz ziehen. Schon interessant, wie so kleine Kraftpakete mit einem Schiff dieser Größe umgehe

Die CAP SAN DIEGO wird freigemacht, dann kommen auch schon die Schlepper. Von der Reling aus können wir beobachten, wie sie unseren riesigen Frachter aus seinem Liegeplatz ziehen. Schon interessant, wie so kleine Kraftpakete mit einem Schiff dieser Größe umgehen.

Draußen auf der Elbe fährt die CAP SAN DIEGO erstaunlich ruhig dahin. Wir stehen an der Reling, Hamburg zieht vorbei. Unglaublich viele Schiffe aller Größen sind zum Hafengeburtstag angereist und präsentieren sich im Hafen.

Apropos präsentieren: Wie gesagt, ist die CAP SAN DIEGO heute ein Museumsschiff – und das gilt es natürlich zu erkunden. Also geht es auf die Brücke, über die Decks, durch die Technik und hinunter in den Schiffsbauch. Und das Ganze nicht nur einmal.

Unten im Schiffsbauch wartet dafür eine Überraschung: ein VW Käfer. Mitten im Frachter! Er gehört zur Ausstellung und erzählt davon, was früher mit solchen Schiffen transportiert wurde. Wir finden den kleinen Käfer zwischen der ganzen Schiffstechnik einfach genial.

Dann kommt der Lotse an Bord – draußen auf der Elbe, mitten auf dem Wasser, direkt von einem Lotsenboot. So einen Moment haben wir bisher auch noch nicht aus der Nähe erlebt. Kaum ist er auf der Brücke verschwunden, sind wir natürlich schon wieder unterwegs. Bei so einem Schiff kann man ja unmöglich einfach irgendwo stehen bleiben.

Obwohl eine Pause wäre schon gut. Wo war nun die Bar mit den kühlen Getränken? Mensch, wie groß ist dieser weiße Riese?

Irgendwann stellt sich allerdings auch eine ganz andere Frage: Wo ist eigentlich die Toilette? Zwei Stockwerke nach unten. Na wunderbar. Bei einem 159 Meter langen Schiff bekommt selbst der ganz normale Gang aufs WC plötzlich eine gewisse sportliche Note.

Und so sind wir die ganze Fahrt über beschäftigt.

Während wir weiter durch das Schiff ziehen, wird draußen der Hamburger Hafen immer gewaltiger. Besonders der Containerhafen hat es uns angetan. Die Kräne, die Container und diese riesigen Containerschiffe – alles wirkt noch einmal ganz anders, wenn man selbst mitten auf der Elbe daran vorbeifährt.

Unsere Fahrt führt bis Stade, dort wird gewendet und es geht wieder zurück Richtung Hamburg. Mensch, wie viel Platz so ein Gefährt braucht! Da sind wir mit unseren Bussen bei CÄSAR Bus doch wesentlich wendiger.

Mittlerweile ist Zeit für die Mittagspause. Gegessen wird unten im Schiffsbauch und das Essen ist wirklich super. Ein sehr romantisches Mittags-Candle-Light-Futtern. Später gibt es noch Kaffee und Kuchen.

Zurück in Hamburg werden wir wieder von den Schleppern an den Liegeplatz manövriert und festgemacht. Dann wartet schon das nächste Highlight: das berühmte Schlepperballett.

Wir können ganz bequem an Bord bleiben und haben von der CAP SAN DIEGO aus die beste Sicht.

Was die Schlepper da aufführen, ist schon ziemlich verrückt. Sie drehen auf der Stelle, fahren quer, rückwärts, wieder vorwärts und kommen sich dabei teilweise erstaunlich nahe. Mir wird beim Zuschauen schon fast schlecht – besonders bei einem Schlepper, der eindrucksvoll zeigt, was so ein tonnenschweres Gefährt alles kann. Vor allem, wie weit sich die Schlepper auf die Seite legen können! So weit, dass schon fast Elbewasser ins Boot schwappt.

Feuerwerk mit farbigen Rauchfontänen über dem Hafen, im Hintergrund Kirchturm und Schiffe bei Abendhimmel.
Finale

Wir bedanken uns beim ganzen Team der CAP SAN DIEGO für diesen traumhaften und unvergesslichen Tag auf der Elbe.

Noch kurz zum Schluss …

📅 Unterwegs am: 9. Mai 2026
🚢 Fahrt: Sonderfahrt "Genussfahrt – 837. Hafengeburtstag" mit der CAP SAN DIEGO
📍 Start: Überseebrücke Hamburg
🌊 Fahrt: Hamburg – Stade und retour
Besonderheiten: Museumsschiff, Lotsenübernahme auf der Elbe, riesiger Containerhafen und Schlepperballett
🍰 Und sonst: Frühstück, Mittagessen im Schiffsbauch, später Kaffee und Kuchen – und natürlich jede Menge zu entdecken. Und als besonderes Andenken gibt es sogar noch das persönliche Kaffeehäferl.

📷 Fotos und Text: Renate


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